Haus und Energie - Lexikon I

Zieht man von einer Wohnung in ein (freistehendes) Haus, so wird man feststellen, dass die Nebenkosten für Energie um einiges höher sein werden, zumindest bei einer vergleichbaren Dämmung und Heiztechnik. Doch es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, um diese laufenden Nebenkosten für Energie im Rahmen zu halten. Moderne Techniken zur kostensparenden Verwendung von Energie ermöglichen es, die laufenden Kosten niedrig zu halten und auch das Wohnklima zu optimieren. Denn ökologische Materialien haben nicht nur gute Eigenschaften für das Wohnklima und auch die Umwelt, sie eigenen sich auch optimal für die Wärmedämmung und auch für Allergiker. Gerade wenn man ein Haus für die Familie baut sollte man auf ökologische Materialien achten und auf den Einsatz von Chemie weitestgehend verzichten.

Wasser: eigene Quellen und Regenwassernutzung
Die Kosten für Wasser und Abwasser sind nicht gerade die höchsten Energiekosten. Doch über die Jahre hinweg summieren sich auch diese. Mit verhältnismäßig einfachen Handgriffen kann man den Wasserverbrauch reduzieren. Eine eigene Quelle hat kaum jemand auf dem Grundstück, so kommt für die meisten nur die Nutzung von Regenwasser in Frage. Dieses hat keine Trinkwasserqualität, kann aber für einige Anwendungen genutzt werden – beispielsweise für die Waschmaschine oder Toilettenspülung, natürlich aber auch für die Bewässerung der Pflanzen in Haus und Garten. Die Installation einer Regenwassernutzungsanlage stellt einen einmaligen Aufwand dar. Hier wird das Regenwasser von der Dachfläche aufgefangen, gefiltert und in einem – in der Regel im Boden eingelassenen – Behälter gesammelt.

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Sonne: Solarstrom und Heizungsunterstützung
Nahezu Standard beim Bau eines Hauses ist die Installation einer Solarthermieanlage, zur Nutzung der Sonnenenergie als Heizungsunterstützung / Warmwasserbereitung. Diese sind in den letzten Jahren nicht nur günstiger geworden, sondern werden teils auch staatlich gefördert und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Heizkosten. Doch nicht nur mit einer Solarthermieanlage kann man das Dach seines Eigenheims nutzen, um die Energie der Sonne in nutzbare Energie umzuwandeln. Eine Photovoltaikanlage wandelt die Sonnenergie in Strom um. Dieser Strom kann selbst genutzt werden, wird aber zumeist in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Dank staatlicher Förderung kann eine Photovoltaikanlage eine sinnvolle Investition sein. Denn diese bietet nicht nur steuerliche Vorteile, der Staat garantiert auch die Abnahme des erzeugten Stroms, und das zu einem garantierten Preis über zwanzig Jahre ab Inbetriebnahme hinweg.

Heizung: Erdwärme und Holz
Die Heizung kann mit verschiedenen fossilen Brennmitteln betrieben werden. Öl und Erdgas sind die konventionellen und gängigsten Materialien. Doch es haben sich zwischenzeitlich auch weitere Methoden etabliert, insbesondere das Heizen mit Holz ist (wieder) in Mode gekommen. Nicht nur der Aspekt Umwelt ist dabei von Bedeutung, insbesondere auf der Wirtschaftlichkeit liegt das Augenmerk. Das Heizen mit Holzpellets ist günstiger wie auch umweltverträglicher als das Heizen mit Erdgas oder Heizöl. Aber auch die Erdwärme kann für das Heizen genutzt werden. Hier ist die Anfangsinvestition für die Installieren einer Anlage zur Erdwärmegewinnung nicht zu unterschätzen, langfristig fallen hier jedoch nur Kosten für den Strom für die Erdwärmepumpe an und nicht für laufende Energiekosten.