Hausarten – Lexikon I

Es gibt verschiedene Bauarten eines Hauses – dieses kleine Lexikon zeigt auf, welche verschiedenen Hausarten es gibt. Alle Bauarten haben eines gemein: die Basis, das Fundament aus Beton, mit oder ohne Keller. Auch ist der Dachstuhl in aller Regel eine Holzkonstruktion.

Massivbauweise
Die klassische Art und Weise, ein Haus zu bauen, ist die Bauweise Stein auf Stein. Gerade in Deutschland ist es immer noch die bevorzugte Bauweise, da es ein Gefühl von Massivität und Beständigkeit gibt. Wer ein Haus bauen möchte für Generationen, der baut gerne in massiver Bauweise. Hier sind nicht nur die Außenwände, sondern auch die Innenwände aus Stein gefertigt, und die Decken aus Beton.

Fertighaus
Wer selbst ein Haus bauen möchte, sich aber nicht mit dem monatelangen und zeitaufwendigen Prozess nicht belasten und gelichzeitig günstig bauen möchte, der kann sich für ein Fertighaus entscheiden. Hier stellt die Hauptarbeit die Planung dar, die sich dank vorgefertigter Grundrisse und Module jedoch im Rahmen hält. Diese Vorplanung ermöglicht es den Anbietern von Fertighäusern auch, besonders günstig zu sein. Sie errichten ihre Häuser in der Regel in Holzbauweise, und einzelne Module werden im Werk vorgefertigt und vor Ort nur noch zusammengesetzt – und dies in der Regel innerhalb von 1-3 Tagen. Der Bauherr muss hierfür lediglich den Bauplatz und das Fundament, ggf. mit Keller, zur Verfügung stellen. Das Fertighaus wird in der Regel mit Innenausbau oder alternativ zum Selbstausbau angeboten. Bei der zweiten Variante hat der Bauherr die Möglichkeit, das Budget mit der Einbringung von Eigenleistungen im Rahmen zu halten.

Holzhaus
Ein Haus, ganz in Holzbauweise gefertigt, bringt verschiedene Vorzüge mit sich. Holz ist ein klimaneutrales weil nachwachsendes Baumaterial, das auch eine besondere Wohnatmosphäre mit sich bringt. Und zahlreiche historische Gebäude haben aufgezeigt, dass auch Häuser in Holzbauweise über Jahrhunderte hinweg Bestand haben. Dabei gibt es verschiedene Arten von Holzhäusern, wie beispielsweise die klassische Methode der Ständerbauweise, wie sich auch in Fachwerkhäusern zu finden ist. Beliebt ist inzwischen auch die Blockbohlenbauweise. Hier werden ganze Holzstämme verarbeitet, die in der Regel aus dem Norden Europas stammen, und Schicht für Schicht verarbeitet.

Denkmalgeschütztes Haus
Wer ein Haus kauft (oder erbt), das unter Denkmalschutz steht, der hat so einiges zu beachten. Oft sind nur einige Bestandteile des Hauses geschützt, wie beispielsweise die Fassade, die bei Renovierung nicht so sehr verändert werden können, dass der Anschein des Hauses verändert wird. So können Fenster und Fassade nicht beliebig ausgetauscht und erneuert werden, sondern sie müssen auch künftig optisch den Anforderungen des Denkmalschutzes entsprechen. Dies macht Renovierungsarbeiten nicht einfacher, sondern in der Regel kosten- und zeitaufwändiger. Gleichzeitig jedoch gibt es nicht nur Restriktionen, sondern auch die Möglichkeiten der Förderung durch den Staat – in Form von vergünstigten Krediten, um denkmalgeschützte Häuser zu renovieren und auch energietechnisch auf einen aktuellen Stand zu bringen.

© Günther Schad / pixelio.de

Einfamilienhaus / Mehrfamilienhaus
Wer ein Haus baut oder kauft, der hat Idealvorstellungen von seinem Haus, die er ggf. jedoch nochmals überdenkt. Bei einer größeren Familie oder auch mehreren Generationen, die unter einem Dach leben möchten, kommt auch der Kauf eines Mehrfamilienhauses in Frage. Auch bietet diese die Möglichkeit, den Kauf gegenzufinanzieren, indem man einzelne Wohnungen weiter vermietet. Ein Einfamilien- wie auch Mehrfamilienhaus kann freistehend sein oder in einem Straßenzug mit eingebunden. In jedem Fall sollte man vor dem Kauf / Bau auf die Nachbarschaft achten, und auch darauf, ob die Aussicht noch verbaut werden kann. Beliebt ist auch die Variante des Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung. Diese können dann erwachsen werdende Kinder oder auch die Großeltern nutzen, oder diese kann vermietet werden.